Vorwort

...zu meinen Büchern:

Manch einer sagt, sie sind ihm zu trivial. Zu weich. Zu anspruchslos.

Humor = seicht. Nicht lesenswert.

Aber sehen wir es doch mal so: 

Die Welt steht am Abgrund. Es brennt überall. Wo man hinschaut: Krieg, Klimawandel, Hungersnöte, Terror, Hass, Mord, schlimmste Verbrechen sind an der Tagesordnung.

In der Fernsehunterhaltung geht es im selben Tenor weiter: Gewalt, Verbrechen, Mord und purer Sex.

Und jetzt noch Corona, dieses häßliche, kleine Virus, das die ganze Welt stilllegt.

Ich will dagegen steuern. Mir ist bewusst, dass ich als Einzelne nichts ändern oder erreichen kann, aber ich versuche es trotzdem. Wer meine Bücher zur Hand nimmt und liest, der kann sich fallen lassen, abschalten, entspannen, unbelastet lachen. Einfach für kurze Zeit dem reellen Wahnsinn entfliehen.

 

Das ist mein Anliegen. 


"Aktuelles" von heute, gestern und vorgestern


Bald ist Ostern!

                                                  Der Osterhase kommt

Eine Erinnerung an damals, als die Enkel noch klein waren.

Ein Auszug aus meinem Buch: Himbeerrote Knallbonbons

 

 

Oma, kannst du Tiere?“

 

Da ich unsere Anna sehr gut kenne, brauchte ich nur kurz zu überlegen, was sie damit meinte. „Ähm, meinst du … malen?“

Ja, für die Osterkörbchen. Du musst Pappe kaufen in rot, gelb, weiß, grün, blau und lila. Und dann noch Kleber, Tesa, einen Tacker brauchen wir auch und ...“

Anna, nein, wir brauchen doch nicht ...“

„ … Doch, Oma. Und dann kaufst du noch Watte. Und Stifte zum Anmalen. Und einen Edding.“

Ich sah sie vor mir, wie sie zuhause dastand mit dem Telefon, das fast so groß war wie ihr Gesichtchen, die Augen zusammengekniffen, den Daumen gegen den Zeigefinger gepresst und angestrengt nachdachte. Offensichtlich fiel ihr im Moment nichts mehr ein. Aber wir hatten ja auch schon drei Zettel an der Pinnwand hängen. Eigentlich reichte das.

Hast du alles aufgeschrieben? Kaufst du das schon gleich morgen? Nicht erst, wenn ich komme. Wir müssen dann sofort anfangen mit Basteln. Aber erst musst du die Tiere aufmalen. Ich schneide sie dann aus. Und dann kleben wir, und … , Ooomaaa, das ist gaaaanz viel Arbeit. Wir müssen ganz viele Körbchen basteln. Jeder kriegt eins, auch der Opa. Das sind, warte mal, Mama und Papa, ich und Max, Opa und du … sechs Körbchen. Kannst du sechs Tiere?“

 

Ich schluckte. Malen gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken, es wird nur noch übertroffen vom schlecht basteln können. Ich hasse Basteln. Aber das hätte ich natürlich niemals gewagt zu sagen, weder früher bei meinen eigenen Kindern noch heute bei den Enkeln.

Aber sicher“, säuselte ich tapfer in den inzwischen nach 47 Minuten heiß glühenden, glibberigen Hörer. „Ich besorge alles, und dann basteln wir beide die schönsten Osterkörbchen, die der Osterhase jemals gesehen hat.“

Anna glaubte nämlich noch felsenfest an gütig-großzügige Wesen wie den Osterhasen und das Christkind. Sie ließ sich nicht beirren von anderen Kindern, die längst auf-und abgeklärt waren und ihre Weisheiten überall lauthals verkündeten.

 

Ich malte auf grüner, gelber, roter, blauer, weißer und lilafarbener Pappe großflächige Tiere auf. Richtig hübsche Tiere, die man sogar mit etwas gutem Willen erkennen konnte. Ich war total stolz auf mich.

 

Dann kam die Inquisition. Ein Meter fünfundzwanzig geballte Energie, die mit gerunzelter Stirn meine Meisterwerke in Augenschein nahm.

Gell, Oma, du weißt aber schon, dass das nur einfache Tiere sind. Wir brauchen doch alles doppelt, immer zwei, die muss man doch gegeneinander klappen können. Wie sollen das sonst Körbchen werden? - Aber schön gemalt hast du sie“, schob sie gnädig hinterher.

Ich war richtig dankbar.

 

Sie hatte natürlich Recht. Wenn ich mir das so im Einzelnen überlegte, brauchten wir zwei spiegelbildlich gleiche Tiere mit einem breiteren Boden dazwischen und am besten noch einem Henkel oben dran. Hätte ich mir ja eigentlich selber denken können, aber ich hatte mich so aufs Malen konzentriert …

 

Nach zwei Stunden und drei komplett fertigen Körbchen bemerkte ich plötzlich irgendwann, dass ich keine Regieanweisungen mehr bekam und es verdächtig still um mich herum geworden war.

Anna war weg. Ich war allein. Alleingelassen mit meinen unfertigen Körbchen, dem überquellenden Küchentisch voller Pappreste, verquirltem Tesa, Kaffeepott, ausgelaufenem Kleber und flusiger Watte.

 

Irgendwann viel später, als ich triefend und schielend vor ungewohnter Anstrengung mein kreatives Werk beendet hatte, trudelte der Rest der Familie wieder ein.

Doch statt mich auf den Arm zu nehmen, oder mir mal kurz lobend über den Hinterkopf zu streichen, genügte ein kurzer, angewiderter Blick über den Küchentisch, und ich war wieder allein.

 

Nachdem Anna die unterschiedlichen Körbchen begutachtet und abgenommen hatte, schoss ihr plötzlich siedend heiß durch den Kopf, dass der Osterhase ja gar nicht wusste, wohin mit all seinen guten Sachen. Er vermutete Anna und Max doch zuhause. Dabei waren sie bei Oma und Opa! Das durfte nicht daneben gehen. Auf gar keinen Fall.

Oma, ich muss dem Osterhasen schreiben. Du musst mir sagen, wie ich ihm schreiben soll.“

Bisher konnte sie nur ein paar Großbuchstaben. Aber das hielt sie nicht davon ab, dem Osterhasen Anweisungen zu geben.

Und siehe da, es klappte. Am Ostermorgen war der Zettel weg, der Osterhase hatte ihn offensichtlich gelesen, denn die bunten Eier waren tatsächlich bei Opa und Oma im Garten versteckt.

 

Das beweist: Es gibt ihn eben doch!

 

 

 

Copyright: Christel Wismans

 

 

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Es ist da!

Calypso, Meer und Schottenrock

Taufrisch aus der Druckerei vom Engelsdórfer Verlag in Leipzig

... und es ist toll geworden!

Ein neues Buch auf der Basis von "Emmerich in Übersee", komplett überarbeitet, gestrafft und ergänzt um neue Abenteuer.

 

Die ersten dreißig Exemplare werde ich portofrei verschicken.

Also, nix wie ran: crissy.wismans@gmail.com

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Überall ist irgendwo

Unser neues Gemeinschaftsbuch ist da! Eine Geschichtensammlung für Kinder und Jugendliche. Natürlich auch für Erwachsene.

 

Es ist ein Projekt von sieben Freundinnen und zwei Nachwuchs-

Autorinnen. Die Idee dazu hatte Reni Zawrel aus Österreich, mit der wir schon viele gemeinsame Anthologien gemacht haben.

Sie war es damals, zusammen mit Reni Becker aus Emmerich, die mich zu den beiden Elfie-Büchern gedrängt hat  als Verlegerin.

Neben den beiden Renis  gehört Rosa Ananitschev aus Hemer dazu, die Lektorin Barbara Siwik, Nicol Lange, Maria Hertting, ihre Tochter Rebecca sowie Julia Taach, die Enkelin von Rosa Ananitschev.

Jede Geschichte ist mit einer passenden Illustration von Reni Becker verschönt.

Es ist ein wunderschönes Büchlein geworden.

 

zu beziehen bei:

beim Verlag epubli und Amazon sowie im Handel

ISBN: 978-3-7529-6607-7

 


Kommentare: 1
  • #1

    Nicki Breuer (Sonntag, 29 Dezember 2019 15:19)

    Hallo :)

    Ich möchte gerne das Ahoi Buch bestellen �


Die Buch Berlin 2019 rückt immer näher

Elfie und ihr Scherie-hi stehen in den Startlöchern

die Mail-Adresse lautet : crissy.wismans@gmail.com


Ein super toller Abend ...

... war das. Diese Lesung im Tonstudio hatte alles, was man sich von einem geselligen Sommerabend verspricht:

Klaus-Dieter Keusgen hatte sein Studio schon vorbereitet, als wir ankamen: hinten die vier Mikros für die vier Saxophone, davor ein kleiner Tisch mit Leselampe und Wasser für mich und im Halbkreis davor feuerrote Stühle für die Gäste.

Das Publikum war locker, es war interessiert, es ließ sich begeistern. Abwechselnd haben wir gelesen und gespielt. Die jazzigen Musikstücke begeisterten genauso wie meine Texte über Elfie und ihren Scherie.

Das Ambiente, die Atmosphäre, die Begeisterung - alles passte wunderbar zusammen. 

Auch die Reporterin der NRZ ließ sich gerne mitreißen. Sie kam zu mir und bedankte sich für die tolle Lesung.

Entsprechend fiel auch ihr ausführlicher Bericht von Alina Kingston in der Tageszeitung aus. Ich hab mich gefreut wie Bolle.

Die schönste Lesung in meinem Leben bisher.

Danke, Klaus-Dieter, lieber KaDee, dass du mir das ermöglicht hast.

 

Buchbestellungen nehme ich gerne über das Kontaktformular ent-

gegen. Auch per Mail: crissy.wismans@gmail.com.

Innerhalb Deutschlands versende ich portofrei. Gerne auch signiert.

"Voilà! El-fie et Scherie-hi" kostet 11,90 Euro

"Ahoi! El-fie et Scherie-hi!" kostet 12,90 Euro


Irritierend ist,

dass meine beiden Elfie-Bücher bei AMAZON nicht unter meinem Namen, sondern dem  der Herausgeber aufgeführt sind.

"Voilà! El-fie et Scherie-hi" von Karin Pfolz

"Ahoi! El-fie et Scherie-hi" von Renate Zawrel

Automatisch hält man diese Beiden für die Autoren.

Mein Name erscheint irgendwann an anderer Stelle.

 

Einer aufmerksamen Leserin gefällt das überhaupt nicht, und sie hat Amazon deswegen angeschrieben. Sie wollen sich kümmern.

Ob sie was ändern? Ist schon eine Weile her...


Was lange währt, kann nur guuut werden ...


 

 

Elfie wandelte auf fremden Pfaden, irrte monatelang umher, aber jetzt ist sie mit ihrem Scherie-hi wieder  zuhause. Und erzählt in der ihr eigenen Art von ihrer Odyssee auf der MS AMADEO rund um die Welt. Allerdings gibt es Probleme, technische Probleme, ihre Story zwischen zwei Buchdeckel zu bringen.

 

Nach dem Hackerangriff im Sommer, dem Ausfall der  Hardware, der Umstellung des Systems muss ich mit Libre Office arbeiten. Normalerweise kann man sich Microsoft Office herunterladen. ABER: Ich habe jetzt nicht mehr Windows, sondern Linux, und das ist nicht kompatibel mit Microsoft. 

Elfies Geschichte tanzte im Buchblock hin und her. Nie stand sie still auf der Stelle, obwohl ich alle paar Sekunden immer wieder gespeichert habe. Selbst Sicherheitskopien hatten ihren eigenen Stil. Es war zum Mäusemelken.

Aber zum Glück habe ich gute Freunde: Rosa Ananitschew, Reni Becker, Marten Pfirrmann und - meine Rettung: Reni Zawrel.

Mit ihrer professionellen Hilfe wird Elfie mit ihrem Scherie-hi an der Hand bald durchstarten.

.


Überraschung! Das Jahr fängt ja gut an

Martin Urbanek, Autor und Medienentwickler aus Wien, hat mich über Facebook kontaktiert. Und mich jetzt auf etlichen FB-Seiten sowie der Homepage spass-und-lernen.com präsentiert. Und zwar sehr ausführlich. Meine "Elfie "gefällt ihm, und daher macht  er weitflächig auf mich und meine Bücher aufmerksam. Ist das toll? 

Ich freue mich so sehr darüber, aber er schreibt:

 

Martin Urbanek Liebe Christel, mach ich sehr gerne und hoffe, dass das Buch dadurch noch mehr Leser/innen erreicht. Gratulierezu deinen absolut lesenswerten und witzigen Erzählungen!

dieses Buch ist ein hübsches Weihnachtsgeschenk für Menschen mit ganz viel Herz. Zu beziehen ist es bei Amazon für 12,--

ISBN 90783 862 682313

Und- lasst euch nicht irritieren, wenn Amazon nur noch ein Buch ausweist, der Verlag liefert bei Bedarf jederzeit nach. 


Chapeau von Maike Maibaum

...und wieder ein dickes Kompliment zu El-fie und Scherie-hi, über das ich mich unheimlich freue. Nachzulesen auf der Seite Scherie-hi.

Maike schreibt für die NRZ, sie schreibt Bücher und sie lehrt auch. Daher : Freude!!!!!!!!


Best Author 2016, Platz DREI

 

Jetzt steht es fest: Ich bin beim Karina-Verlag, Wien,  auf einem großartigen Platz 3 gelandet.

Es gab im vorigen Jahr über 5000 Einreichungen, es wurde gelesen, selektiert, nominiert. Letztendlich haben 25 unabhängige Testleser, die auch keinen Facebook -Account haben, alle nominierten Schriften gelesen, egal, ob Buch oder Kurzgeschichte.Wie sie entschieden haben, blieb vorerst im Dunkeln. Dann ging es über Facebook weiter. Und heute Abend ist klar: 

Platz eins: Ilona Penna

Platz zwei: Rudi Treiber

Platz drei: Christel Wismans

Platz vier: Marianne Schäfer

Platz fünf: Evelyn Kühne

 

Ich freue mich!


Authors Charity für Alena


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